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15.03.2006

Neureuther: Verminderter Mehrwertsteuersatz für arbeitsintensive Handwerksberufe sinnvoll

Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Mainz Franz Ringhoffer (FDP) sprachen sich der Wormser FDP-Stadtrat Dr. Jürgen Neureuther und der liberale Bürgermeister vor dem Hintergrund des zunehmenden Wettbewerbs innerhalb der Europäischen Union für einen verminderten Mehrwertsteuersatz für arbeitsintensive Handwerksberufe aus.

So sei zur Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen deutscher Unternehmen im EU-Binnenmarkt unvoreingenommen von der Bundesregierung zu prüfen, inwieweit arbeitsintensive Handwerksleistungen im Baubereich, bei Friseurdienstleistungen, Kleinreparaturen und Gebäudereinigungsdienstleistungen analog zu vergleichbaren Regelungen bei unseren direkten Nachbarn in Frankreich oder auch den Niederlanden, mit einem verminderten Mehrwertsteuersatz im Rahmen des EU-Modellprojektes belegt werden können. „Ich persönlich würde einen solchen reduzierten Mehrwertsteuersatz unbedingt begrüßen, da dies die wirksamste Methode zur Bekämpfung der Schwarzarbeit darstellt“, so Neureuther.

Am 1. Februar 2006 haben die 25 EU-Finanzminister dafür den Weg frei gemacht. Das Instrument eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für oben genannte Handwerksleistungen kann nun überall in der EU angewendet werden. Deshalb muss auch in Deutschland eine entsprechende Regelung eingeführt werden, so Neureuther. Hierzu muss die deutsche Bundesregierung bis Ende März 2006 einen Antrag bei der Europäischen Kommission in Brüssel stellen. Nach Informationen der Handwerkskammer wollen 20 von 25 Mitgliedsstaaten von dem Antragsrecht Gebrauch machen. „Hier ist nun die Bundesregierung gefordert“, so Neureuther und Ringhoffer abschließend.


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