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07.01.2006
Mit Feuerwerk gekrönt
FDP-Chef Westerwelle beim Neujahrsempfang der Wormser Liberalen
(WZ, 07.01.2006). Weil er auf dem Weg vom Dreikönigstreffen in Stuttgart noch schnell in Heidelberg eine Rede halten musste, kommt Guido Westerwelle eine gute Viertelstunde zu spät in der Prinz-Carl-Anlage an. Aber die Stimmung bei der Wormser FDP ist bestens, und als er dann eintrifft, genügt dem Polit-Profi Westerwelle eine Minute, um vorm Saal mit dem Wormser FDP-Chef Stefan Czech schnell den Ablauf durchzugehen: Nach dem schnellen "Grüß Dich" die Frage, wie lang die Rede und ob die Begrüßung im Stehen oder Sitzen sein soll, dann geht's hinein in die volle Kapelle. Der Begrüßungsapplaus ist noch etwas zurückhaltend, doch am Ende applaudieren die knapp 200 Gäste im Stehen und genießen nach diesem Neujahrsempfang sogar ein Feuerwerk in der Prinz-Carl-Anlage, organisiert von Werner Dinger.
Eine knappe Stunde brauchte der Parteivorsitzende Westerwelle, um die Politik der Großen Koalition in Berlin zu zerreißen und die FDP als einzige echte Alternative darzustellen. Er betont mehrfach, dass die Liberalen ihr Wahlversprechen gehalten hätten. Man hätte in der Regierung sein können, hätte Ministerämter bekommen, "für den Preis des Verrates", für die Aufgabe der Inhalte. Doch für ihn ist "der Politikwechsel nur aufgeschoben, nicht aufgehoben." Westerwelle geißelt den Interessenkonflikt des früheren Bundeskanzlers, der heute in der Gaswirtschaft Geld verdient, moniert, dass CDU und SPD in ihrer Koalitionsvereinbarung die Steinkohle-Subvention einfach nicht aufnehmen, weil sie lieber "in dunkle Schächte statt in helle Köpfe" investierten, und erhält besonders lauten Applaus für die Feststellung, in Deutschland würden technisch ausgereifte Atomkraftwerke stillgelegt, um dann aus dem Ausland Strom aus wesentlich schlechteren Kraftwerken zu beziehen.
Nach Worms sei er gerne gekommen, um den Landtagskandidaten Dr. Jürgen Neureuther zu unterstützen. Man kenne sich seit 20 Jahren und duze sich - "nicht so ein Genossen-Du, wir mögen uns wirklich!" Den Gästen empfahl der Parteichef: "Wenden Sie sich nicht von der Politik ab, mischen Sie mit." Am besten natürlich als FDP-Mitglied.
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[Kurzwahlprogramm 2006 der FDP Rheinland-Pfalz]
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