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28.05.2009
Kein Sozialismus – eine DDR hat genügt
FDP-Quartett mit klarer Ansage auf dem Wormser Ludwigsplatz / Dax-Hörigkeit der Politik beenden
(NK, 28.05.2009, Gernot Kirch). Zum Endspurt für Kommunal- und Europawahl hatten die Liberalen am Donnerstagabend zur großen Kundgebung auf den Ludwigsplatz geladen. Es sprachen der Bundesvorsitzende Guido Westerwelle, die Spitzenkandidatin für das Europaparlament Dr. Silvana Koch-Mehrin, Jürgen Creutzmann, ebenfalls Kandidat für das Europaparlament, und Landeschef Rainer Brüderle. Etwa 300 interessierte Bürger hatten sich gegen 16 Uhr vor der großen gelb-blauen Bühne eingefunden und warteten gespannt auf die Redner. Der Schwerpunkt bei den Redebeiträgen lag weniger bei der Kommunalpolitik, sondern mehr bei Bundes- und Europathemen. Als erster trat Politprofi Rainer Brüderle auf, der mit einer einpeitschenden Rede die Zuhörer wachrüttelte und mit klaren Worten die Postion der FDP darstellte. So machte er deutlich, dass der Mittelstand das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands sei und nicht die wenigen DAX-Konzerne. Mit mahnenden Worten in Richtung Regierung sagte er: "Dort wird nur noch von Milliarden gesprochen und alle Geld-Schleusen sind weit geöffnet worden, doch wer soll die Zeche später einmal zurückzahlen!" Zum Abschluss seiner Ausführungen rief er den anwesenden Bürgern zu: "Wir brauchen keinen Sozialismus! Eine DDR hat genügt!". Nach Jürgen Creutzmann trat Dr. Silvana Koch-Mehrin an das Rednerpult und legte mit ihrer sympathischen Art die Gründe dar, warum die EU gerade für uns Deutsche so wichtig ist: "Meine Großeltern haben zwei Weltkriege miterlebt, heute sehen sie mit Freude mit wie ihre Enkel und Urenkel sich frei in Europa bewegen und überall, in Paris und Madrid, Freunde haben. Keiner denkt mehr an Krieg! Ich kann nur sagen, Europa ist wunderbar!". Dr. Silvana Koch-Mehrin forderte jedoch ein demokratischeres Europa mit mehr Bürgerrechten und mit mehr direkter Demokratie. Sie verdeutlichte auch, wie wichtig Klima- und Umweltschutz sei, warnte aber vor einer Öko-Diktatur. Mit eindringlichen Worten machte sie den Zuhörern bewusst, dass es für die Politik aus Brüssel sehr wohl einen Unterschied mache, wer im Europaparlament in Straßburg sitzt, ob es Liberale oder Sozialisten und Nationalisten seien. Daher forderte sie die Wormser auf, unbedingt zur Wahl zu gehen. Der Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die Rede von Dr. Gudio Westerwelle. Man merkte sofort, dass hier ein absoluter Profi sprach, der es verstand, Pointen zu setzen und auch mal zu provozieren und Kante zu zeigen. Selbst von einigen Störaktionen linker Demonstranten ließ er sich nicht aus dem Konzept bringen. Auch Westerwelle hielt einen flammenden Appell für die EU und forderte die Bürger auf wählen zu gehen – und zwar die richtige Partei! Seine Begeisterung für die Europa brachte er folgendermaßen auf den Punkt: "Selbst wenn EU nichts gebracht hätte als Frieden, hätte sich das gesamte Engagement für die EU gelohnt!". Natürlich kam der Parteivorsitzende auch auf Wirtschaftsfragen zu sprechen und setzte sich hier vehement für den Mittelstand ein: "Die DAX-Hörigkeit der deutschen Politik muss beendet werden! Der Mittelstand ist es, der in unserem Land Arbeitsplätze schafft". Zur Steuerpolitik sagte er abschließend: "Wer reich genug ist, kann sich das Land aussuchen, wo er Steuern zahlt. Der Bürger aus dem Mittelstand kann dies nicht, daher müssen wir hier die Steuergesetze ändern."
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