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07.01.2009

Fordern um die Wette
Stellungnahme des bildungspolitischen Sprechers der FDP Jörg Haubold zur Forderung der CDU nach einer zweiten IGS in Worms

von Jörg Haubold

An den Inhalten wird sich der Wert unserer Schulen entscheiden, nicht an den Etiketten, die wir darauf kleben.

Die CDU fordert eine zweite Integrierte Gesamtschule ( IGS) in Worms, die SPD betreibt die Realschule Plus. Warum gehen wir nicht dran und machen besser was besteht und was entwicklungsfähig ist und dringend bessere Ausrüstungen braucht?

Gesamtschulen können funktionieren, wenn wir vergleichbare Leistungskriterien haben, was dann zentrale Prüfungen bedeutet. Dasselbe gilt für Haupt- und Realschulen, aber auch für das bestehende System mit Gymnasien.

Schul -Strukturexperimente kosten viel Geld, das woanders abgezweigt werden muss. Sie bringen Anpassungsschwierigkeiten, die leistungsmindernd wirken und sie verunsichern die Eltern, die die Zukunft ihrer Kinder im Auge haben.

Wir stehen in einem rasanten gesellschaftlichen Wandel und es wäre fahrlässig gegenüber kommenden Generationen, nicht zu reagieren. Aber wir werden mehr Erfolg haben, wenn dies in einem ideologiefreien Klima geschieht und wenn wir von denen lernen, die gute Ergebnisse erzielten.

Und das sind diejenigen Länder, die behutsam ändern und anpassen. Die die Kinder gezielt fördern, aber vorher ihren Förderbedarf genau und objektiv feststellen und die ihre bestehenden Schulen optimal ausrüsten.

Die Bildungsdebatte ist wichtig und lange überfällig, aber wir fordern, dass sie ideologiefrei und ohne Parteiinteressen geführt wird, dass die knappen Mittel dort eingesetzt werden, wo jetzt Bedarf besteht, und dass die Zukunftschancen der jungen Menschen und Kinder im Mittelpunkt der Überlegungen bleibt. Denn das ist der Sinn von Schulen.


(c) 1999 FDP-Kreisverband Worms