|
16.09.2008
Reine "SPD-Rheinbrücke"?
(WZ, 16.09.2008, gö). Auch die FDP kritisiert die Rede von OB Michael Kissel (SPD) zur Rheinbrücke, weil sie politisch einseitig gewesen sei. "Es ist schon erstaunlich, inwieweit mittlerweile in Worms versucht wird, selbst Jahrhundertereignisse wie den Bau und die Eröffnung der zweiten Rheinbrücke einseitig einer politischen Partei - nämlich der SPD - zuzuschreiben", so der Wormser FDP-Vorsitzende Dr. Jürgen Neureuther.
Es sei doch für jeden klar denkenden Bürger erkennbar, dass solch ein Projekt politisch nur gemeinsam verwirklicht werden könne.
Neureuther erinnert dabei an einen Politiker der FDP: "Eine ganz zentrale Rolle bei der Verwirklichung des Baus der zweiten Rheinbrücke spielte der langjährige rheinland-pfälzische Verkehrsminister Bauckhage, der in schwierigen Verhandlungen zum Bundesverkehrswegeplan 2003 mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Stolpe das Projekt finanziell in ,trockene Tücher´ brachte." Leider sei aber diese Tatsache von Oberbürgermeister Michael Kissel "aus Gründen der SPD-Political Correctness" mit keiner Silbe erwähnt worden.
In Worms finde vielmehr eine "historische Umdeutung dieses ursprünglich gemeinsamen Brückenprojektes hin zu einer reinen SPD-Brücke" statt, kritisiert Neureuther. Dies sei deshalb sehr schade, weil nur mit Hilfe einer Partei dieses für alle Wormser so wichtige Projekt nie verwirklichbar gewesen wäre.
Auch von Seiten der CDU hatte es Kritik an der Rede von OB Michael Kissel gegeben. So war der frühere Bundestagsabgeordnete Hansjürgen Doss immer wieder im Vorfeld mit der Brücke befasst und am Freitag bei der Einweihung auch anwesend, wurde aber ebenso wenig genannt.
|