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25.09.2007

Eine Brücke wird nicht jeden Tag gebaut
FDP-Politiker informierten sich gestern über den Fortgang der Arbeiten an der Nibelungenbrücke

(NK, 25.09.2007, Robert Lehr). Der Erfolg hat viele Väter, heisst es. Wenn man den Bau der neuen Nibelungenbrücke als solchen bezeichnen will, so geht auch er auf verschiedenste Initiativen zurück. Einer der Politiker, der über Jahre maßgeblich für die Umsetzung der komplexen und kostspieligen Pläne verantwortlich zeichnete, stattete heute "seinem Kind" einen Besuch ab.

FDP-Bundestagsabgeordneter Rainer Brüderle, ehemaliger rheinland-pfälzischer Verkehrs- und Wirtschaftsminister sowie von 1988 bis 1998 stellvertretender Ministerpräsident seines Heimatlandes, kam auf Einladung seiner Parteifreunde aus der Stadt und dem Kreis mit den beiden Fraktionskollegen Elke Hoff und Dr. Volker Wissing in die Nibelungenstadt.

Dr. Jürgen Neureuther begrüßte für die Wormser FDP die Kollegen aus dem Bund und erinnerte an vorangegangene Besuche, bei "denen noch Nichts stand". Umso mehr freute er sich, dass es nur noch ein kleiner Schritt zum Brü-ckenschluss sei.

Vom Leiter des Wormser Landesbetriebes Mobilität (LBM) Bernhard Knoop liessen sich die Politiker über den Fortgang der Bauarbeiten an der Brücke und deren Anschlüssen informieren. Knapp, aber hoch informativ, berichtete Knoop über die Geschichte der Vorgängerbauten und die Beschlussfassung des Stadtrates zu einer "Parallellage" im Jahr 1983, die verschiedenen Planungsphasen, dem Spatenstich im Jahr 2005 bis hin zu ingenieurswissenschaftlichen Details. "So, jetzt können Sie auch eine Rheinbrücke bauen", schloss er seine Ausführungen, für deren Qualität sich Rainer Brüderle bedankte.

Die beiden kennen sich schon länger, denn Knoop war früher im Verkehrsministerium beschäftigt, bevor er "wieder an die Praxis-Front ging", so Brüderle. "Verkehrsbeziehungen sind elementar", fuhr dieser fort und so sei die Brücke für Worms, das "es schon immer etwas schwerer gehabt habe", ein wichtiger Standortfaktor.

Vorbildlich sei aber auch die Zusammenarbeit aller Beteiligten gewesen, "denn nur eine Region, die sich findet und etwas anpackt, kommt voran". Großes Lob zollte er vor allem Knoop und seiner Behörde, die eine "excellente Einrichtung" sei, denn eine Verwaltung müsse kompetent und flexibel sein, um im Stra-ßenbau "etwas voranzubringen".

Knoop gab das Lob weiter an seine Mitarbeiter und zeigte sich glücklich, an einem solchen Projekt beteiligt zu sein. "Schließlich baut man nicht jeden Tag eine Rheinbrücke!" Wie bei ihrer Vorgängerin aus den Fünfziger Jahren mit der "Ingenieursgeschichte" geschrieben worden sei, stelle auch das aktuelle Bauwerk höchste Anforderungen an alle Beteiligten.


(c) 1999 FDP-Kreisverband Worms