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06.07.2007
Neureuther: Entwurf der EU-Kommission zur Reform der Weinmarktordnung schadet den Winzern in der Region
Scharfe Kritik am Entwurf der EU-Kommission zur Reform der Weinmarktordnung übt der FDP-Kreisvorsitzende Dr. Jürgen Neureuther. „Am besten zöge die EU-Kommission ihren untauglichen Entwurf wieder zurück“, so Neureuther. Er sei auch enttäuscht, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung bislang in Brüssel entgegen ihrer Ankündigungen vom letzten Sommer „überhaupt nichts erreicht hat“. Jetzt sei der deutsche Landwirtschaftsminister Seehofer gefordert, im EU-Agrarrat die „Kastanien aus dem Feuer zu holen“, so der Liberale.
Eine Novellierung der EU-Weinmarktordnung in der von der EU-Kommission vorgetragenen Form bedeute gegenüber der geltenden Weinmarktordnung eine „dramatische Verschlechterung“ und „einseitige Benachteiligung der Winzer in Worms und im Wonnegau“. Viele Weinbaubetriebe würden in ihrer Existenz gefährdet, wenn der Vorschlag der EU-Kommission umgesetzt würde, so Neureuther. Mit zusätzlicher Bürokratie und zusätzlichen Kosten würde das Marktgleichgewicht empfindlich gestört. Heute bestimmten Angebot und Nachfrage in Deutschland den Weinmarkt. Die einheimischen Winzer erzielten auf Grund ihrer hohen Qualität ausreichende Einkommen. Das Qualitätsweinsystem und der Erfolg selbstvermarktender Weingüter hätten erheblichen Anteil an dem deutlich verbesserten Image und Profil des rheinhessischen Weins. Dieses Qualitätssystem werde von der EU durch das Verbot traditioneller önologischer Verfahren wie der Saccharoseanreicherung, durch die geplante drastische Reduzierung der Anreicherungsspanne und durch die Verteuerung von Rektifizierten Traubenmostkonzentrat (RTK) und veränderte Bezeichnungsmöglichkeiten in Frage gestellt. Er empfehle der EU-Kommission, Prämien für Rodungen dort anzubieten, wo die Überschüsse in der EU in erster Linie entstünden, nämlich in Südeuropa.
„Die Erfolge der einheimischen Weinwirtschaft dürfen nicht durch die einseitige Benachteiligung der rheinhessischen und deutschen Winzer durch Brüsseler Eurokraten zunichte gemacht werden. Deshalb muss die heute von der EU-Kommission vorgeschlagene Reform der EU-Weinmarktordnung verhindert werden“, forderte Dr. Neureuther abschließend.
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