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19.10.2006

Spannendster Moment folgt im Sommer
FDP informiert sich über Stand der Bauarbeiten an zweiter Rheinbrücke

(NK, 19.10.2006). Die Stadtratsfraktion der FDP stattete gemeinsam mit einigen Mitgliedern des Vorstands sowie dem parlamentarischen Geschäftsführer der Liberalen im Landtag dem Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) in Worms einen Besuch ab. Aus erster Hand informierte sich die Delegation über den Stand der Brückenbauarbeiten an der zweiten Rheinbrücke, deren mit Spannung erwarteter Brücken-schluss Mitte nächsten Jahres gefeiert werden soll. Bernhard Knoop, Leiter des regionalen LSV, leitete nach einem kurzweiligen Ausflug in die Historie der Rhein-brücke zur Gegenwart über. Die bedeutende Baumaßnahme der neuen Nibelungenbrücke, die im Abstand von 36 Metern parallel zur alten Brücke errichtet werde, sei eine besondere Herausforderung, lobte Knoop das große Engagement aller Beteiligten und das gute Zusammen--spiel mit der Stadt. Man liege voll im Zeitplan, ergänzte Bernhard Knoop, dass im Sommer 2007 mit dem Brückenschluss zur rechnen sei. „Der spannendste Moment über-haupt“, beschreibt Knoop die Arbeiten im Freivorbau. Meter für Meter wandere das Gerüst vom Strompfeiler nach außen. Parallel zu den Betonagearbeiten würden Eisen in die Pfeiler getrieben. „Ein Knochenjob“, zollt der LSV-Leiter den Männern, die meist aus Osteuropa stammen, großen Respekt. Nach Beendigung der Tätigkeiten am Strompfeiler werde das Vorbaugerüst umgesetzt, erklärt Bernhard Knoop, dass dann die Brücke von Land aus dem bereits gefertigten Abschnitt im Rhein entgegenwachse. Insgesamt erreicht das neue Brücken-bauwerk eine Länge von 745 Metern, über Strom rund 322 Meter. „Fehler kann sich niemand leisten“, betont Knoop, dass nicht nur an die Menschen, sondern auch an das Material höchste Anforderungen gestellt werden. Rund 2.500 Kubikmeter Beton wurden nur für die Fundamente verbraucht. Weitere 5.200 Kubikmeter sind für die Pfeiler erforderlich, ergänzt Knoop, dass nur Baustoffe von gleicher Qualität Verwendung finden und die eine oder andere Fuhre Beton abgewiesen wird. Im kommenden Jahr werde dann die Unterführung der B9 und die Absenkung der Rheinstraße in Angriff genommen. Unter dem Kühlerplatz werde die neue B9 unter den Aufbau-und Abfahrtsrampen der Brücke hindurch geführt. „Verkehrlich, städtebaulich und die Verkehrssicherheit betreffend ein Gewinn für Worms“, wertet Bernhard Knoop die Gesamt-maßnahme, deren Kosten auf etwa 109 Millionen Euro taxiert werden auch als positiven Entscheid für die Region. 24.000 Fahrzeuge über-que-ren täg-lich die Rheinbrücke, 20.000 davon passieren die B9, appelliert der LSV-Leiter bereits jetzt an das Verständnis der Verkehrsteilnehmer, dass Behinderungen an der Großbau-stelle nicht ausbleiben werden. Im Grundsatz gebe es zu wenige Rheinbrücken, verdeutlichte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Günter Eymael, die Problematik der derzeitigen Diskussionen um weitere Stromquerungen. „Überall wird diskutiert, in Worms wird gebaut“, sieht Eymael die Nibelungenstadt im Vorteil. Jetzt gelte es Nutzen aus dieser Situation zu ziehen, hofft der Staatssekretär a. D. im Sinne einer positiven Stadtentwicklung auf weitere Impulse für Worms.


(c) 1999 FDP-Kreisverband Worms